Klartext: Psoriasis-Perspektiven    

Impfung, Infektionserkrankungen und Biologika-Behandlung: Diese Themen sind in diesem Jahr eng mit der Corona-Pandemie verknüpft. Doch trotz des neuen Coronavirus sollten andere Infektionserkrankungen und Vorsorgemaßnahmen nicht in Vergessenheit geraten. Aktuell ist es Zeit, an die jährliche Grippeimpfung zu denken. Schließlich hat die Grippe (Influenza) insbesondere im Januar und Februar Hochsaison. Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Schuppenflechte, rheumatoider Arthritis oder Colitis ulcerosa können u. a. durch die Erkrankung ein erhöhtes Risiko für Infektionserkrankungen haben. Ein guter Impfschutz ist daher empfehlenswert. Die Grippeschutzimpfung zählt zu den Vorsorgemaßnahmen, die bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen von der ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) empfohlen werden, auch während der Corona-Pandemie. 1 Das betrifft auch Patienten, die mit Medikamenten behandelt werden, die das Immunsystem beeinflussen, zum Beispiel Biologika oder JAK-Hemmer. 2

Infektionen vermeiden: Gut gewappnet durch die Winterzeit

Damit ein möglichst guter Impfschutz erreicht wird, muss die Grippeschutzimpfung jährlich wiederholt werden. Jedes Jahr wird der Impfstoff an die zu erwartenden Varianten von Grippeviren angepasst. Ab Oktober kann die Grippeimpfung durchgeführt werden, um sich für die anstehende Grippesaison zu schützen. 10 bis 14 Tage nach der Impfung ist dann der Schutz aufgebaut. Für Risikogruppen, zu der Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen zählen, ist die Impfung eine Leistung der Krankenkasse. Der Impfstoff gegen Grippe zählt zu den sogenannten Totimpfstoffen, die auch unter der Behandlung mit Medikamenten, die das Immunsystem beeinflussen, verwendet werden können. Lebendimpfstoffe hingegen sollten dann nicht angewendet werden. Grundsätzlich sollten alle Impfungen immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Umfassender Impfschutz ist wichtig!

Der empfohlene Impfschutz für Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen umfasst nicht nur die Grippeimpfung. Auch weitere Impfungen, etwa gegen Pneumokokken oder ab dem 50. Lebensjahr gegen Gürtelrose (Herpes zoster), wenn aufgrund einer Grunderkrankung ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht, werden angeraten. Besprechen Sie alle Impfungen ausführlich mit Ihrem behandelnden Arzt, auch die Möglichkeiten und Empfehlungen zur Impfung gegen das neue Coronavirus, wenn diese verfügbar ist.

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Quellenangaben:

  1. Robert Koch-Institut (Hrsg.). Bestätigung der aktuellen Empfehlungen zur saisonalen Influenzaimpfung für die Influenzasaison 2020/21 in Anbetracht der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Epidem Bull 2020; 32/33: 28–30.
  2. Wagner N, Assmus F, Arendt G et al. Impfen bei Immundefizienz. Bundesgesundheitsbl 2019; 62: 494–515